Wichtige News aus der kryonischen Forschung und der  Medizin:

DEMNÄCHST IN DER NEUEN RUBRIK NEWS (im Aufbau)

siehe auch SciTech von De:Trans

bullet4.gif (884 Byte) 06.03.2000    Bemerkenswerte Erfolge in der Krebsmedizin !    idw,NatureMedicine,BDW,dpa
Erfolge mit Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs

Eine Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs
(Malignes Melanom) ist an der Hautklinik der Berliner 
Charite an 16 Patienten erfolgreich erprobt worden. Bei sechs 
war das Immunsystem so erschöpft, dass es auch mit der 
Impfung nicht mehr aktiviert werden konnte. Bei sieben der 
restlichen zehn Patienten erhöhte sich die Überlebenszeit. 
Einer der sieben Patienten erlebte die vollständige Rückbildung 
seiner Metastasen, ein anderer eine weitgehende Reduktion und 
bei fünf der Patienten kam es zum Stillstand der Krankheit, 
die vor der Impfung massiv fortgeschritten war, teilte die 
Charite am Montag mit. Die Ergebnisse dieser ersten Studie wurden 
kürzlich im "International Journal of Cancer" (Heft 85/2000, S. 218) 
veröffentlicht. 

Die Arbeitsgruppe der Charite um Uwe Trefzer setzte einen so 
genannten Hybrid-Impfstoff ein, eine elektrisch bewirkte Verschmelzung 
von Melanomzellen des Patienten mit Immunzellen (B- Lymphozyten) 
aus dem Blut gesunder Spender. Dieser Impfstoff zur Anregung des 
körpereigenen Immunsystems wurde Patienten in einem weit 
fortgeschrittenem Stadium ihrer Krebserkrankung mindestens 
drei Monate lang in die Haut gespritzt. Die sieben Patienten, 
bei denen die Therapie anschlug, lebten statt der zu erwartenden 
sechs Monate noch durchschnittlich 16 Monate. Zukünftig werde die 
Charite versuchen, die Immuntherapie schon in einem früheren 
Stadium der Erkrankung einzusetzen und statt der B- Lymphozyten der 
Spender andere Zellen, die so genannten dendritischen Zellen, zu 
verwenden, die eine stärkere immunaktivierende Wirkung haben könnten. 
Das Prinzip der Hybrid-Zell-Impfung wurde von Professor Peter Walden von 
der Hautklinik der Charite vor einigen Jahren am Max-Planck-Institut 
in Tübingen zusammen mit Gernot Stuhler entwickelt. 

Quelle: Medizinische Fakultaet Charité der Humboldt-Universitaet zu 
Berlin, 5.3.00
(Forschung: Uwe Trefzer, in "International Journal of Cancer" 
(85, 2000, pp 218-226)

Fortgeschrittenen Nierenkrebs per Impfung bremsen 

GÖTTINGEN -- Kampf gegen Krebs durch Impfung: 
Dieses Forschungsziel geht davon aus, eigene Immunzellen 
für den Angriff auf spezielle Tumorantigene rüsten zu können. 
In "Nature Medicine" berichten Alexander Kugler und Kollegen 
von der Universität Göttingen von erfolgreichen Studien mit 
einem Impfstoff gegen metastasierten Nierenkrebs. 

Mit einem speziellen Verfahren hat das Göttinger Forscherteam 
einen Impfstoff entwickelt: Im Labor "heizten" sie als 
Dendritische Zellen bezeichnete Immunkörperchen mit 
Antigeneiweißen des Tumors von Nierenkrebspatienten an und 
verabreichten sie den Betroffenen. Sieben von 17 reagierten 
auf den Impfstoff; bei vieren wich der Krebs komplett zurück 
und trat auch bis zu 21 Monate lang nicht wieder auf. 

Vielversprechend seien die Ergebnisse besonders deshalb, weil 
fortgeschrittener, metastasierter Nierenzellkrebs auf übliche 
Chemo- oder Hormontherapien sonst nur in unter zehn Prozent 
aller Fälle anspräche. Ferner sei dieser Weg besonders selektiv 
und mit wenig Nebenwirkungen verbunden. 

[Quelle: Kirsten Lindloff und Nature Medicine 6 (3) 332 - 336 (2000)] 


Kaposi-Mittel auch erfolgreich bei kutanem Lymphom 

Universität Jena -  Ein neues Therapiekonzept gegen das kutane 
Lymphom haben Dermatologen der Universitaet Jena entwickelt. 
Bislang ist der Wirkstoff Doxorubin nur für die Behandlung des 
Kaposi-Sakoms, einen Gefäß-Krebs, zugelassen. 

Die Jenaer Wissenschaftler setzten das Mittel nun auch erfolgreich 
gegen das kutane Lymphom ein. Dieser Hautkrebs wird durch mutierte 
weiße Blutkörperchen verursacht. In einer Untersuchung mit sechs 

Patienten sprachen 80 Prozent von ihnen auf das Medikament an, 
teilt die Universität Jena mit. Bei vier Patienten verschwanden 
die Hautlymphome völlig. 

Von einem nachhaltigen Behandlungserfolg könne man jedoch erst 
sprechen, wenn es in den nächsten vier bis fünf Jahren keine Rezidive 
gebe. „Dennoch stimmen uns die Ergebnisse mit Doxorubin sehr 
optimistisch“, sagt Wollina. Derzeit ist in Deutschland nur ein Wirkstoff, 
Interleukin alpha, gegen Hautlymphome zugelassen. Interleukin alpha 
helfe aber nur zwei Dritteln der Patienten, „und die Nebenwirkungen auf 
Blutbild, Schleimhäute und Herzfunktion waren zum Teil beträchtlich“, 
so Wollina. 

Dagegen sei Doxorubin auf Grund seiner „Verpackung“ verträglicher. 
Den Wirkstoff selbst schützt ein Mantel aus Fettsäuren und pegyliertem 
Polyäthylen vor der körpereigenen Immunabwehr. Daher reichten schon 
geringe Dosierungen, um eine ausreichende Konzentration im betroffenen 
Hautareal zu erzielen. "Das bedeutet, dass wir bei dieser 
Krebs-Chemotherapie nicht in das Autoimmunsystem des Patienten 
eingreifen müssen", erläutert Wollina. Der Untersuchung in Jena soll 
nun eine internationale Multicenter-Studie folgen. Bis zu einer offiziellen 
Zulassung als Mittel gegen Hautlymphome würden allerdings noch einige 
Jahre verstreichen, schätzt Wollina. Eine Therapie könne aber sogar 
ambulant erfolgen, was die Kosten für die Krankenkassen erheblich senke. 
Laut Krebsstatistik erkranken pro Jahr rund 200 Menschen neu an kutanen 
Lymphomen. (M.V./idw) 

Eine Impfung gegen Krebs? 

Das Immunsystem soll Tumore selbst vernichten können 

Universität Tübingen - An der Heilung von Krebserkrankungen forschen weltweit 
zahlreiche Wissenschaftler. Mit einem einzelnen Medikament 
oder Methode ist der schweren Krankheit wohl nicht beizukommen, 
doch ergeben sich immer wieder neue Ansätze für Therapien. 
Viele Forscher versuchen, eine Form der Immuntherapie zu 
etablieren, bei der spezifische Abwehrzellen des Immunsystems 
zum Kampf gegen Krebszellen eingesetzt werden. Auf der Basis 
seiner Grundlagenforschungen am Immunsystem von Maus und Mensch 
arbeitet auch der Biochemiker Dr. Stefan Stevanovic vom 
Interfakultären Institut für Zellbiologie der Universität 
Tübingen zusammen mit Medizinern an dieser Form der Immuntherapie 
gegen Krebs, die nun erprobt wird. 

Krebszellen zeigen gegenüber normalen Körperzellen veränderte 
Eigenschaften und bilden häufig auch andere Eiweiße. Fragmente 
der Eiweiße, Peptide, spielen bei der Erkennung von Selbst und 
Fremd im Immunsystem eine entscheidende Rolle. Sie werden im 
Körper der "Immunpolizei", den T-Killerzellen, gebunden an 
MHC-Moleküle an der Außenseite von Zellen präsentiert. Die 
T-Killerzellen kontrollieren dann, ob die Peptide von normalen 
Eiweißen stammen. Ist ein Peptid nicht aus einem normalen, 
körpereigenen Eiweiß herausgeschnitten, leiten die T-Zellen 
die Vernichtung der Zelle ein, die das veränderte oder fremde 
Peptid zur Schau stellt. Warum das Immunsystem nicht alle 
Krebszellen auf diesem Wege entfernt, ist weitgehend unbekannt. 
Die veränderten Eiweiße der Tumorzellen lassen sich jedoch 
nutzen, um das Immunsystem von Krebspatienten gegen die 
entarteten Zellen zu aktivieren. 

Stevanovic hat in Zusammenarbeit mit vielen Kollegen genau 
erforscht, nach welchen Regeln die in den Zellen zu Peptiden 
zerschnittenen Eiweiße von den MHC-Molekülen aufgesammelt werden, 
um sie außen auf der Zelle zu präsentieren. Das ist eine 
schwierige Angelegenheit, da die Peptide etwa neun Bausteine 
enthalten und zwanzig verschiedene Bausteintypen im Körper 
vorkommen. Auch von den MHC-Molekülen gibt es unterschiedliche 
Varianten. Mit Hilfe der erhaltenen Regeln konnte der Biochemiker 
zum Beispiel für das Eiweiß Mucin 1, das häufig bei Brustkarzinomen 
und einigen anderen Krebsarten auftritt, Vorhersagen machen, 
welche Peptide an MHC-Molekülen präsentiert werden können. 
Die Mediziner Dr. Peter Brossart, Dr. Wolfram Brugger und 
Prof. Lothar Kanz von der Abteilung Innere Medizin II der Tübinger 
Medizinischen Universitätsklinik haben die Vorhersagen im Versuch 
überprüft. 

Die entscheidenden Peptide aus den Tumoreiweißen wurden auf 
spezielle T-zellaktivierende Zellen geladen, die die Mediziner 
aus dem Blut von Patientinnen mit Brust- oder Eierstockkrebs 
gewonnen hatten. Die Krebspatientinnen wurden mit den peptidbeladenen 
Zellen geimpft, so dass das Immunsystem sie als "fremd" erkennen 
konnte. Solche Immunisierungen werden derzeit an mehreren Zentren 
erprobt. Bei fünf von zehn Patientinnen, denen mit anderen Methoden 
nicht mehr geholfen werden konnte, bildeten sich wie erhofft 
spezifische T-Killerzellen gegen die Peptide. Diese T-Zellen können 
theoretisch die Tumorzellen im Körper aufspüren und ihre Vernichtung 
einleiten. Tatsächlich stabilisierte sich in einem Fall der Krebs 
vorübergehend, bei einer Patientin bildete sich der Brustkrebs 
sogar zurück. Langfristiges Ziel der Forscher ist es, die Impfung 
gegen Krebs schon frühzeitig bei Tumorpatienten einzusetzen, wenn 
das Immunsystem noch intakt ist. Sie gehen davon aus, dass die 
Methode vor allem geeignet ist, Tumorreste, die etwa nach einer 
Operation noch im Körper sind, zu beseitigen. Stevanovic sucht in 
einem von der Deutschen Krebshilfe geförderten Projekt auch nach 
T-zellaktivierenden Peptiden bei Dickdarmkrebs. 

bullet4.gif (884 Byte) 02.03.2000 Virtuelle Realität für Chirurgenhände  Bild der Wissenschaft
Auch in Zukunft wird nicht jede Operation von Robotern übernommen werden, echten Chirurgen bleibt genug zu tun, erwartet die Medizinerschaft -- und nutzt die moderne Computer- und Robotertechnik, um zukünftige Chirurgen besser auszubilden. Ein australisches System soll angehende Mediziner heikle Operationen im Detail üben lassen, bevor sie an einen lebenden Patienten gelassen werden. 
Sie operieren zunächst in der virtuellen Realität: Sie sehen einen Körper, vom Computer in drei Dimensionen und allen Details wiedergegeben -- und fühlen ihre Aktionen an diesem "Körper", ob sie nun in Gewebe schneiden oder auf einen Knochen treffen. Das Operationssystem ist eine Anwendung der so genannten Haptischen Werkbank (Haptic Workbench), entwickelt vom staatlichen australischen Forschungsinstitut CSIRO und dem Advanced Computational Systems Cooperative Research Centre (ACSys). 
"Was das System wirklich besonders macht, ist, dass die Objekte, die es wiedergibt, gefühlt und bearbeitet werden können. Dieser 'haptische' Aspekt ermöglicht es, auch kritische Prozeduren realistisch zu simulieren", so der CSIRO-Wissenschaftler Duncan Stevenson. Auf das Gefühl, wie die Spritze durch Haut und Vene stößt, folgen ebenso realistische Bilder, wie sie sich mit Blut füllt. Während der "Operation" lässt sich der Fortschritt der Übenden überwachen: Winkel und Druck der Skalpellschnitte wird ebenso gespeichert wie Schäden am "Gewebe" und ähnlichen Daten, die mit dieser Genauigkeit bei Vorläufersystemen nicht möglich war. 
Dabei kann das System die Daten tatsächlicher Patienten wiedergeben, so dass auch gestandene Ärzte vor einer heiklen Operation die kritischen Schritte erst einmal üben können. Der Nutzer trägt eine 3D-Brille, die ihm die hochauflösenden Computerbilder direkt in den Blick rücken, und hält einen Roboterarm, der gleichzeitig der Aktion und der Rückmeldung dient. Kleine Motoren kontrollieren die Bewegungen des Arms und seinen Widerstand, so dass tatsächlich der Tastsinn des Übenden angesprochen wird. "Der Arm ist stärker als Du. Wenn also die Software sagt, etwas geht nicht -- wie etwa die Nadel durch Knochen hindurchzustechen -- dann ist es Dir einfach unmöglich, den Arm dazu zu bringen", so Stevenson. 
Noch ist das System in der Entwicklung und erfordert eine Menge Arbeit, bevor sein Einsatz zur Routine im Chirurgentraining wird. "Wir müssen noch eine riesige Menge anatomischer und physischer Daten sammeln, um die 3D-Bilder des Körpers zu erzeugen", so Stevenson. "Dann muss die Software für spezielle Typen der Chirurgie entwickelt werden." 
Neben der Medizin ist das System aber auch für andere Bereiche von Interesse, etwa für die Luftfahrt, Biotechnologie, den Bergbau oder auch Design und Herstellung von Produkten. 
bullet4.gif (884 Byte) 01.03.2000 Neurophysiologie: 
Der Traum der Neurophysiologen - regenerative Gehirnzellen 
Bild der Wissenschaft
Eines Tages wird es vielleicht möglich sein, Gehirnerkrankungen zu heilen, ohne die erforderlichen neuen Neuronen durch Stammzellentransplantationen zu gewinnen. Für die in der Öffentlichkeit umstrittene Stammzell-Therapie wären zur Zeit befruchtete Eizellen erforderlich. In der Februar-Ausgabe des Magazins Neuron berichtet Jeffrey Macklis, Neurowissenschaftler am Boston Children´s Hospital und Mitarbeiter der Rockefeller University, dass sie am Beispiel von Zebrafinken beobachten konnten, dass sie aus körpereigenen Zellvorstufen neue Gehirnzellen bilden können. 
"Dies ist das erste Beispiel bei dem gezeigt werden konnte, dass man die Bildung neuer Neuronen induzieren konnte, die auch noch entscheidend an komplexem Verhalten beteiligt sind", so Macklis, Professor für Neurologie an der Harvard Medical School. "Möglicherweise ist das der erste Schritt, dasselbe auch an Säugetieren zu ermöglichen," ergänzt er. 
Jeden Herbst sterben Unmengen an Nervenzellen im Stimmzentrum von Kanarienvögeln ab, so dass sie den Winter sprachlos verbringen. Während der Wintermonate werden Neuronen derselben Art neu aufgebaut und die Vögel lernen ihren Gesang im Frühjahr auf´s Neue. Zebrafinken dagegen bilden ihre neuen Gehirnzellen zwar langsam, aber dafür mit unglaublicher Konstanz. Diese Fähigkeit der Neuronen-Erneuerung kann den Nachkommen möglicherweise sogar beigebracht werden. Eine ähnliche Fähigkeit kann mit Einschränkungen auch auf Säugetiere übertragen werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Zell-Vorstufen mit multiplen Entwicklungsmöglichkeiten im Gehirn vorliegen. Dabei handelt es sich um zwei spezielle Neuronen-Formen - eine ist für die Bildung des Geruchszentrums verantwortlich, während der zweite Typus Hippocampus-Zellen hervorbringt. Diese Regenerationsprozesse verlaufen jedoch äußerst langsam. 
Wenn nun Zebrafinken und sogar Menschen reproduzierbare Gehirnzellen haben, so drängt sich doch die Frage auf, warum sie ihr Potential nicht nutzen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Zebrafinken sehr wohl neue Neuronen bilden können, jedoch nur für ganz spezielle Gehirnregionen. Ähnlich der alljährlichen Regeneration des Gesangszentrums bei Kanarienvögeln, frischen auch Zebrafinken im Laufe eines Jahres ihre musischen Gehirnregionen auf. Weitere Untersuchungen, warum gerade die für die Kommunikation verantwortlichen Neuronen so flexibel sind stehen noch aus. Die Hoffnungen für die Zukunft liegen weiterhin darin, Gehirnfunktionen zu reparieren, sofern es möglich ist, neue Gehirnzellen in einen eingespielten Neuronen-Apparat einzufügen. 
bullet4.gif (884 Byte) 26.02.2000 "Bionic Chip" verbindet menschliche Zelle und Computer Morgenwelt
Amerikanischen Forschern ist es erstmals gelungen, 
eine menschliche Zelle per "bionischem Chip" an einen Computer 
anzubinden. Sie vergleichen ihren Durchbruch mit einer Art 
"Sesam öffne dich", das ihnen per Mausklick Zugang verschafft 
zu den grundlegenden Funktionen menschlichen Lebens. 
Federführend bei der Entwicklung war der kalifornische Professor 
für mechanisches Ingenieurwesen, Boris Rubinsky von der University 
of California in Berkeley. Nach deren Angaben wurde der 
"Bionic Chip" jetzt in der Fachzeitschrift "Biomedical 
Microdevices" vorgestellt. 
Rubinsky beschreibt den Chip als "entscheidenden Schlüssel und 
ersten Schritt zur Erstellung eines komplexen Kreislaufes mit 
einer lebenden Zelle". Seine Erfindung basiert auf der Erkenntnis, 
dass eine biologische Zelle sich im Kreislauf wie eine elektrische 
Diode - oder ein Schalter - verhält, die sich bei einer bestimmten 
Voltzahl öffnet und Strom durchfließen lässt. 
Damit "können wir (erbliches) DNA-Material zufügen, (der Zelle) 
Eiweißstoffe entziehen, Medikamente anwenden - ohne irgendeine 
Zelle in der Umgebung zu beeinflussen", erläuterte Rubinsky am 
Freitag in Berkeley. Er hofft, dass sein "Bionic Chip" eines Tages 
unter anderem dabei helfen wird, neue Medikamente für die Behandlung 
genetischer Krankheiten wie zystischer Fibrose (Muskoviszidose) oder 
Diabetes zu entwickeln. 
bullet4.gif (884 Byte) 29.02.2000 Gentechnik: Neuer Chip aus Silicium und menschlicher Zelle ermöglicht Gentransfer Bild der Wissenschaft
Ein Sandwich aus Siliciumschichten und menschlicher Zelle: Es handelt sich um einen neuartigen Mikrochip, der von Yong Huang and Boris Rubinsky an der University of California in Berkeley entwickelt wurde. Der halbbiologische Chip ermöglicht einen direkten Gentransfer in die menschliche Zelle. Und das funktioniert so: Zwischen drei übereinanderliegenden Siliciumschichten sind zwei Kammern angeordnet. Mit Hilfe eines Unterdrucks in der unteren Kammer wird eine Zelle in die obere Kammer gesaugt und festgehalten. Damit ist die Zelle Bestandteil eines vollständigen Stromkreises. Wird Strom durch die Zelle geschickt, öffnen sich ihre Poren. Und die sind nun groß genug, um etwa ein Gen in die Zelle zu bringen. Die Forscher stellen ihre Erfindung in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift Biomedical Microdevices vor. Es gibt mehrere Verfahren, Gene in eine Zelle zu schleusen. Häufig werden dazu Überträgersubstanzen verwendet, Viren beispielsweise, die wegen potentieller Nebenwirkungen als nicht sicher gelten. Zudem ist die Genübertragung auf diesem Wege nicht immer von Erfolg gekrönt. Der neue Chip, so hoffen die Forscher, ermöglicht einen wirkungsvolleren Gentransfer ohne schädliche Nebenwirkungen. 
bullet4.gif (884 Byte) 21.01.2000 Regeneration von Rückenmarksnerven durch Wachstumsfaktoren Bild der Wissenschaft
Überall im Körper sind Nerven in der Lage sich zu regenerieren, mit Ausnahme der Neurone des Zentralen Nervensystems: Dort bleiben gekappte Verbindungen für immer unterbrochen. Für viele Menschen bedeutet das, nach einem Unfall oder einer Operation lebenslang gelähmt zu sein. Die Endgültigkeit einer solchen Diagnose wird durch die Untersuchungsergebnisse britischer Wissenschaftler um Dr. Matt Ramer nun in Frage gestellt. Im Wissenschaftsmagazin Nature berichten sie von Proteinen, Wachstumsfaktoren, die einen Heilungsprozess zerstörter Nerven am Rückenmark anzuregen scheinen. Im Tierversuch fanden die Forscher heraus, dass verschiedene Wachstumsfaktoren unterschiedliche Nerven zu erneutem Wachstum animieren und dass der Wachstumsstoff mit Namen GDNF besonders wirksam ist. 
Die Wissenschaftler zerstörten bei 100 Ratten Nerven an ihrer Verbindungsstelle zum Rückenmark. Damit unterbrachen sie den Informationsfluss von den Vorderpfoten zum Gehirn. Anschließend injizierten sie verschiedene Wachstumsfaktoren und bei einigen Ratten zur Kontrolle Placebo-Lösungen ins Rückenmark. Nur die mit Wachstumsfaktoren behandelten Tiere zeigten unterschiedliche Anzeichen für ein beginnendes Nervenwachstum: Sie reagierten beispielsweise auf Hitze oder Druck an den Vorderpfoten.
Wegen der vielversprechenden Versuchsergebnisse hoffen die Forscher nun, dass auch länger bestehende Nervenverletzungen mit Hilfe der Wachstumshormone wieder repariert werden können. Die Frage, warum die Nerven des Zentralen Nervensystems überhaupt ein Hilfsmittel für ihre Wiederherstellung brauchen, bleibt indes auch weiterhin unbeantwortet. 
bullet4.gif (884 Byte) 21.01.2000 Geron Bio-med - mit der Lizenz zum klonen Bild der Wissenschaft
Das Unternehmen Geron Bio-med ist der Inhaber des ersten Patents für eine Klonierungstechnik. Das prominenteste Ergebnis der patentierten Methode: Schaf Dolly, geboren 1996 in Schottland. Mit dem Patent liegen nun alle Rechte für die Nutzung der Klonierungsmethode in einer Hand, zumindest für die nächsten siebzehn Jahre. Das betrifft auch das Klonen von menschlichem Gewebe, das für Transplantationen genutzt werden soll. Die aus Stammzellen klonierten Ersatzteile haben den großen Vorteil, im Körper keine Abwehrreaktion auszulösen. 
Dollys wissenschaftliche Väter Keith Campbell und Ian Wilmut hatten die Lizenz zur Verwertung ihrer Klonierungsmethode dem Unternehmen Roslin Bio-med übertragen. Die Geron Corporation aus Kalifonien kaufte Roslin Bio-med letztes Jahr auf und nannte sich fortan Geron Bio-med. Geron-Bio-med kann auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Stammzellen zurückgreifen. 
Das weltweit erste Klonierungs-Patent ruft auch Kritiker auf den Plan. Sie halten die Kontrolle einer revolutionären medizinischen Technik durch eine kommerzielle Organisation für gefährlich. Zudem befürchten sie, die Entwicklung neuer Technologien zur Klonierung werde durch das Patent gebremst. 
bullet4.gif (884 Byte) 20.01.2000 Wie Nerven wieder zusammenwachsen Morgenwelt & Nature
Beschaedigte Nerven in der Wirbelsaeule koennen wieder zusammen-
wachsen. Dazu bedarf es lediglich der richtigen Kombination so 
genannter "neurotrophischer Faktoren". Das sind Proteine, die die 
Nervenzellen zum Wachstum animieren. Britische Forscher haben jetzt 
erstmals beschaedigte Nervenzellen des Rueckgrads dazu gebracht, 
sich wieder zu verbinden. 
Das Experiment glueckte in Versuchen an Ratten. Den Tieren waren 
jene Nervenbahnen durchtrennt worden, die Sinnesreize zum Gehirn 
weiterleiten. Derartige Nerven wachsen in der Regel nicht nach, wenn 
sie durch Verletzungen die Verbindung zur Wirbelsaeule verlieren. 
Nach der gezielten Behandlung mit den Wachstums-Proteinen konnten 
die Tiere aber wieder Hitze und Druck empfinden.
Bisher sei die Technik nur fuer eine spezielle Art der Wirbelsaeulen-
verletzung geeignet, schraenken die Forscher ein. Sie sind jedoch 
zuversichtlich, das Prinzip auch auf andere Schaeden uebertragen zu 
koennen. 
bullet4.gif (884 Byte) 18.01.2000 Elektronisches Auge für Blinde (Dobelle-Brille...siehe SciTech: Link, sowie die Nano-Sendung am 21.01.2000...siehe LINK und bei transhuman.de unter Termine : LINK) Morgenwelt , BBC, IDW
Ein elektronisches Auge, das ueber Elektroden direkt mit dem Gehirn 
verbunden wird, soll Blinde wieder sehen lassen. Amerikanische 
Forscher haben auf diese Weise einem 62jaehrigen Blinden ermoeglicht, 
sich gefahrlos zu bewegen. Das elektronische Auge erlaubt es ihm sogar, 
fuenf Zentimeter grosse Buchstaben aus bis zu 1,5 Metern Entfernung 
lesen zu koennen. 
Der Patient war im Alter von 36 Jahren infolge eines Unfalls erblindet. 
Er hatte sich - zusammen mit einer zweiten Versuchsperson - im Jahr 
1978 entschieden, an der Entwicklung des Auges teilzunehmen. Seitdem 
traegt er 68 Platin-Elektroden im Kopf, die direkt auf der Hirn-Oberflaeche 
enden. Sie leiten Reize an das Sehzentrum des Gehirns weiter.
Diese Reize werden durch ein elektronisches Auge aufgefangen, das 
in ein Brillengestell eingebaut ist. Ein fuenf Kilo schwerer tragbarer Rechner 
uebersetzt die Impulse und leitet sie ueber die Elektroden ins Gehirn des 
Blinden. Anstelle eines Bildes koennen allerdings nur bis zu 100 Lichtflecken 
aus dem Blickfeld der Brille wahrgenommen werden. Die Lichtflecken 
ermoeglichen es immerhin, die Umrandung von Objekten zu erkennen. 
Das so erzeugte Bild soll dem Glitzern von Sternen hinter vorueber-
ziehenden Wolken entsprechen. Die Entwickler haben angekuendigt, ihr 
elektronisches Auge noch in diesem Jahr offiziell auf den amerikanischen 
Markt bringen zu wollen.
bullet4.gif (884 Byte) 14.01.2000 Nachwachsende Blutgefäße statt Bypass-Operationen  Bild der Wissenschaft
US-Wissenschaftler haben einen körpereigenen Mechanismus entschlüsselt, der das Nachwachsen von Blutgefäßen steuert – damit könnte man eines Tages einen Bypass wachsen lassen, statt Venen aus dem Bein oder aus dem Reagenzglas zu transplantieren. Die Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston fanden heraus: Ein natürlich vorkommendes antibakterielles Peptid namens PR39 fördert das Wachstum neuer Blutgefäße, die so genannte Angiogenese. Bei Mäusen, denen sie PR39 in den Herzmuskel injizierten, verdreifachte sich das Wachstum der Blutgefäße, so der Bericht im Fachblatt Nature Medicine. "Am wichtigsten daran ist, dass die neuen Blutgefäße voll funktional waren", so Michael Simons, Kardiologe und Direktor des Angiogenesis Research Center am Beth Israel. 
PR39 erreicht dies durch einen vorher unbekannten Mechanismus. Das Peptid blockiert jene Stellen, die normalerweise ihrerseits das Wachstum von Blutgefäßen verhindern. Es setzt am so genannten Proteasom an, der zentralen Protein-Abbau-Fabrik der Zelle. Dort sorgt eine Schar von Zell-Proteasen normalerweise für den Zerfall des so genannten Hypoxie-induzierenden Faktors (HIF)-1alpha. Dieser wiederum ist normalerweise zuständig für das "Anschalten" verschiedener Gene, die mit dem Blutgefäßwachstum zu tun haben – darunter der Wachstumsfaktor VEGF und seine Rezeptoren. Durch die Blockade des natürlichen Zerfallsmechanismus' fördert dieses Peptid das Wachstum der Blutgefäße. "Im Gegensatz zu anderen Proteasom-Blockern scheint PR39 ziemlich selektiv für HIF-1alpha zuständig zu sein", so Simons, "damit minimieren sich wahrscheinlich die Nebeneffekte, die sonst bei anderen Proteasom-Blockern beobachtet werden." Auch stimuliert PR39 die Produktion von Rezeptoren einer anderen Familie von Wachstumsfaktoren für die Angiogenese, die so genannten Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGF). Eine Kombination von VEGF und FGF zeigte sich in Versuchen wesentlich effektiver als jede der beiden Gruppen alleine, so Simons. 
Der neu entdeckte Mechanismus erklärt und verbindet möglicherweise zwei physiologische Vorgänge, bei denen der Körper selbst ein begrenztes Wachstum von Blutgefäßen auslöst: Hypoxie und Entzündung. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Hypoxie – die schlechte Versorgung mit Sauerstoff im Blut, weil die Blutgefäße verstopft oder beschädigt sind – in begrenztem Maße Angiogenese auslöst, in dem ein "Hauptschalter-Gen" angeschaltet wird, welches HIF-1alpha produziert. Und auch Gewebereparatur und Entzündung kann Angiogenese auslösen, war bisher bekannt. Beispielsweise vermutet man, dass experimentelle Lasertherapie am Herzen nur funktioniert, weil diese nachfolgende Entzündungsprozesse die Angiogenese auslösen. 
bullet4.gif (884 Byte) 14.01.2000 Hände und Unterarme transplantiert Nano
Patient in Frankreich sei in einem guten Zustand 
Bei einer weltweit einmaligen Operation haben Ärzte einem 33-jährigen Franzosen in Lyon beide Hände und sowie die vorderen Teile der Unterarme eines Spenders angenäht. Die erfolgreiche Transplantation habe 17 Stunden gedauert, gab das Krankenhaus Edouard-Herriot in Lyon am Freitag bekannt.
Patient und angenähte Körperteile seien in "stabilem und zufrieden stellendem Zustand"», teilten die Ärzte am Freitagnachmittag mit. Nach einer guten Nacht sei der westfranzösische Patient, der die Zähigkeit eines Marathonläufers habe, am Nachmittag wieder zu Bewusstsein gekommen, erläuterte Prof. Jean-Michel Dubernard.
Die beiden Hände und die vorderen Teile der Unterarme sind gleichzeitig transplantiert worden, indem die Arterien, Nervenstränge sowie Sehnen, Muskeln und Haut angenäht wurden. Zuvor waren nach den Angaben der Ärzte die Knochen der Unterarme angesetzt worden. Zur Verminderung einer Abstoßungsreaktion wurden vier der stärksten Medikamente eingesetzt. 
bullet4.gif (884 Byte) 14.01.2000 Nanotechnologie gegen Krebs Morgenwelt, Charité Berlin
An der Berliner Charité sind Vorbereitungen angelaufen, um die ersten
Krebspatienten mit Hilfe der Nanotechnologie zu behandeln. Dafuer sollen
millionstel Millimeter kleine Eisenoxyd-Teilchen in den Koerper geschleust
werden. Von Zuckermolekuelen umhuellt, werden sie in Wasser geloest und
als magnetisierbare Fluessigkeit in den Tumor gespritzt. Dort sollen sie fuer
die gezielte Erwaermung von Krebstumoren eingesetzt werden.
Tumorzellen koennen wie jedes menschliche Gewebe durch Erwaermung
ueber 40 Grad Celsius erheblich geschaedigt werden. Die gezielte Erhitzung
wird deshalb in der Krebsbekaempfung als so genannte Hyperthermie seit
langem genutzt. Der Erfolg ist bisher aber oft unvollkommen: Es gelingt haeufig
nicht, den Tumor in allen Teilen gleichmaessig zu erwaermen. Deshalb planen
die Berliner Forscher, zur Erwaermung des Tumors anstelle von Elektrizitaet
ein magnetisches Wechselfeld einzusetzen.
Die magnetischen Wechselfelder erhitzen gezielt das Eisenoxyd in den Tumoren.
Dabei entstehen Temperaturen von 45 bis 47 Grad Celsius. Gesundes Gewebe
um den Tumor herum erwaermt sich nur unwesentlich, sagen die Forscher. Bei
Maeusen konnten sie auf diese Weise bereits grosse Brusttumore innerhalb
von einer halben Stunde voellig einschmelzen. Abgebaut werden die benutzten
Eisenteilchen in Milz und Leber. Das Eisenoxyd wird in ionische Formen
umgewandelt und zum Beispiel in rote Blutkoerperchen eingebaut und nach
Monaten ausgeschieden.
Die erste Anwendung am Menschen wird sich auf spezielle Gehirntumore,
Glioblastome, richten, fuer die es bisher keine Heilung gibt. Der Eingriff soll
gegen Mitte des Jahres erfolgen. Die Berliner Charité gehoert zu einem der
sechs vom Bundesforschungsministerium gefoerderten sogenannten
Kompetenzzentren fuer die Anwendung von Nanotechnologien.
bullet4.gif (884 Byte) 14.01.2000 Bald erster geklonter Hundewelpe Bild der Wissenschaft
Wenn der Hund stirbt, ist der Schmerz groß. „Schließlich war der Waldi so ein braver Hund – und so reinlich! Er mochte Kinder genauso wie sie ihn mochten. Ach, er ist unersetzlich.“ So dachte wohl auch ein vermögendes Ehepaar aus Texas, stolze Besitzer des nun zwölfjährigen Collie-Mischlings Missy. Im Sommer 1998 beauftragten sie darum den Forscher Mark Westhusin von der Texas A&M University, ihren Liebling zu klonen. Für das sogenannte “Missyplicity Project” stellten sie 2,5 Millionen Dollar zur Verfügung. In Kürze soll es soweit sein. Westhusin ist es gelungen, Hundezellen zu klonen und in eine Leihmutter zu implantieren. Jetzt warten die Forscher nur noch auf die Geburt des genetischen Duplikats von Missy.
Doch Westhusin denkt bereits weiter. Im Februar möchte er ein rund 1000 Dollar teures “Do-it-yourself-kit” zum Klonen von Haustieren auf den Markt bringen. Die Tierbesitzer können dann gleich selbst ihrem Liebling eine Zellprobe aus dem Mund entnehmen und sie für 50 Dollar Jahresgebühr auf einer Genbank hinterlegen. Stirbt der Vierbeiner, liefern die Forscher innerhalb weniger Monate Nachschub – falls die Technologie bis dann reif für die Massenproduktion ist.
Glaubt man den Experten, soll die Nachfrage nach geklonten Haustieren riesig sein. Wird nun also das Waldi-Kopieren zur ersten praktischen Anwendung der Klonierungstechnik? Schließlich beschwichtigten die Forscher mit ganz anderen Zukunftsvisionen, als vor bald zwei Jahren eine hitzige Debatte um das erste geklonte Tier, das Schaf Dolly, entbrannte. Besonders in der Medizin locken gewichtige Anwendungen. So sollen geklonte Schafe, Ziegen und Rinder Medikamente in ihrer Milch produzieren. Auch die Transplantation wollen die Klonforscher revolutionieren: Der Patient der Zukunft erhält genetisch absolut identische Organe. Damit würden Abstossungsreaktionen unterbleiben, welche heute trotz Immunosuppressiva die neuen Organe nach einigen Jahren zerstören. 
bullet4.gif (884 Byte) 06.12.1999 Kryonik in Deutschland De:Trans
Die Deutsche Gesellschaft für Transhumanismus e.V. (http://www.transhumanismus.de) lädt zur Diskussion ein:
"Inwieweit ist es möglich, in Deutschland eine Kryonik-Organisation zu gründen ?". Wer Interesse hat, mitzudiskutieren, sollte sich an Thorsten Nahm (listadmin@transhumanismus.de) wenden. 
bullet4.gif (884 Byte) 01.12.1999 Chromosom 22 entschlüsselt (Medizin) Nano
Das erste der 23 Chromosomen ("gefärbte Körperchen"), die die menschliche Erbinformation 
tragen, ist entschlüsselt. Das meldeten Forscher des Sanger-Zentrums in Cambridge, die an 
dem "Human genome project" zur Entschlüsselung des menschlichen Erbguts beteiligt sind. 
Chromosom 22 ist der kleinste der menschlichen Erbinformationsträger. Bis zum Sommer 
wollen Forscher das gesamte menschliche Erbgut entschlüsselt haben. In ihren Händen halten 
die Forscher dann allerdings nur eine Reihe von A, C, G und T - den Bezeichnungen für die 
vier Basen, die für den Menschen kodieren. Was darauf folgt, ist die Entschlüsselung: 
Welcher Teil davon ist für welches menschliche Eiweiß und damit für welches Merkmal 
zuständig? 
bullet4.gif (884 Byte) 01.12.1999 Neues Hörgerät implantiert (Medizin) Nano
In Tübingen wurde einem Patienten das weltweit erste voll implantierte Hörgerät eingesetzt. 
Das Gerät wird oberhalb des Gehörgangs am Schädelknochen festgeschraubt. 
Von außen ist es nicht sichtbar. Das Implantat besteht aus drei Teilen: Ein Mikrofon 
wandelt den Schall in elektrische Impulse um. Das Hauptmodul, das auch die Batterie 
enthält, verstärkt die Signale und leitet sie an einen Wandler, der sie als kleine 
Stöße an die Ohrknöchelchen weiterleitet. Das Implantat bietet im Vergleich zu 
herkömmlichen Hörgeräten einen größeren Tonumfang und weniger Störgeräusche. Die Kosten 
von 60.000 Mark übernehmen bislang nur private Krankenkassen. Mit den gesetzlichen wird 
derzeit noch verhandelt. 
bullet4.gif (884 Byte) 30.11.1999 Altern - Neue Technologien erhöhen Lebensalter  (Medizin) Lifescience/dpa
In 50 Jahren wird es nach Ansicht von Zukunftsforschern 2,2 Millionen Hundertjährige geben. 
Das ist eine der zehn Prognosen, die von der World Future Society unter die Top Ten der 
plausibelsten Voraussagen gewählt wurde. 
Verglichen mit den heutigen 135000 Senioren im Alter von mehr als 100 Jahren würde sich 
die Zahl bis 2050 um das 16fache erhöhen, berichtete die in Bethesda bei Washington 
ansässige Organisation der Zukunftsforscher am Montag. 
Zur längeren Lebenserwartung könnten neue Technologien beitragen, die die Futorologen 
ebenfalls vorhersehen: Im Jahr 2010 werden demnach Bio-Monitoren, die Armbanduhren ähneln, 
ihren Trägern aktuelle Daten über den Gesundheitszustand liefern. Körperliche und 
mentale Übungen sollen Menschen dabei helfen, chronische Schmerzen, Depressionen, die 
Abhängigkeit von Medikamenten und sogar Schizophrenie zu bekämpfen. 
Zum Wohlbefinden könnten auch winzige Mikrochips beitragen, die in den Unterarm 
eingepflanzt werden - sie können Kommandos an Computer senden, die Temperatur und 
Licht in intelligenten Gebäuden steuern. Die Top-Ten-Prognosen verheißen aber nicht 
nur Positives: Im 21. Jahrhundert müsse man mit weit verbreiteter Unfruchtbarkeit 
und sinkenden Geburtenraten rechnen. 
Das Bevölkerungswachstum werde sich bis 2035 einpendeln, die Zahl der Haustiere 
hingegen dürfte dramatisch zunehmen, hieß es. Wasserknappheit könnte in 25 Jahren 
eine Milliarde Menschen bedrohen. Der Fleischverzehr werde sich bis 2050 verdoppeln. 
Und Bauern würden als «genetische Ingenieure» nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch 
Impfstoffe produzieren. 
bullet4.gif (884 Byte) 29.11.1999 Transplantationen kuenftig einfacher (Medizin) Morgenwelt/BBC
Britische Forscher haben ein neues Verfahren fuer Transplantationen entwickelt, 
welches ohne das Immunsystem unterdrueckende Medikamente auskommt. 
Derartige Praeparate werden bisher benoetigt, damit der Koerper des 
Empfaengers das fremde Organ nicht abstoesst. Die Medikamente muessen von 
den Organ-Empfaengern meist jahrelang eingenommen werden und belasten 
ihren gesamten Organismus. 
Forscher aus Cambridge entwickelten jetzt ein neues Verfahren, bei dem das 
Immunsystem des Organ-Empfaengers nur kurzfristig ausgeschaltet wird. Dafuer 
muss lediglich eine einzelne neue Arznei injiziert werden, die praktisch alle 
Immunzellen abtoetet. Wenn sich der Koerper nach der Operation wieder erholt, 
koennen die sich neu bildenden Immunzellen das empfangene Organ nicht als 
fremd erkennen. 
Das neue Medikament ist bereits an 30 Patienten getestet worden. Dabei sollen 
deutlich weniger Komplikationen als bei herkoemmlichen Operationen 
aufgetreten sein. Die bisherige Abstossungs-Quote von 40 Prozent bei Nieren-
Verpflanzungen koennte beispielsweise auf die Haelfte reduziert werden, hoffen 
die Forscher.
bullet4.gif (884 Byte) 29.11.1999 Gedaechtnis-Entstehung erstmals 'fotografiert' (Biologie) Spektrum der Wissenschaft
Schweizer Wissenschafter haben sich erstmals per Elektronenmikroskop von den Veraenderungen an
Nervenzellen im Gehirn, die fuer die Anlage des Langzeit-Gedaechtnisses verantwortlich sind, im
wahrsten Sinne des Wortes 'ein Bild machen' koennen. Die Forscher konnten an Gehirngewebe von
Ratten belegen, dass das Langzeit-Gedaechtnis auf der Bildung von zusaetzlichen Bindungsstellen
(Synapsen) zwischen Neuronen (Nervenzellen) beruht. Diese Arbeiten liefen im Rahmen des
internationalen Human Frontier Science Program, das 1989 von den G7-Staaten ins Leben
gerufen wurde.
bullet4.gif (884 Byte) 25.11.1999 Jungbrunnen fuer Maeuse (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Der Traum von einem langen Leben ist fuer einige Maeuse Wirklichkeit geworden. Wissenschaftler haben
festgestellt, dass eine einzige Gen-Mutation das Leben von Maeusen verlaengern kann. Die mutierten Tiere
lebten bis zu einem Drittel laenger, ohne dass ein erkennbarer Schaden durch die Mutation festgestellt
werden konnte. Im Gegenteil, durch die Veraenderung des Erbguts konnten DNA-schaedigende Substanzen den
Tieren weniger anhaben.
bullet4.gif (884 Byte) 24.11.1999 Staub in der Nanowelt (Chemie, Technik) Spektrum der Wissenschaft
In der Nanowelt, in der die Objekte nur ein millionstel Millimeter
gross sind, erscheinen Teilchen, die mit blossem Auge zu erkennen sind, wie Felsbrocken. Doch fuer
einen amerikanischen Wissenschaftler war so ein kleines Koernchen der Fels des Anstosses, eine
Technologie zu entwickeln, mit der man noch besser ultrakleine Strukturen in Plastik erzeugen
kann/Lithoghraphically Induced Self Assembly (LISA). Die Entdeckung gibt erstaunliche Einblicke in
das Verhalten von Material im Nanomassstab, und koennte in einer Zeit, in der nach immer kleinerer
Technologie geforscht wird, den Weg in eine neue Generation von Miniaturprodukten ebnen.
bullet4.gif (884 Byte) 19.11.1999 DNA-Baukasten (Biologie, Chemie) Spektrum der Wissenschaft
Wer sich mit dem Erbmolekuel DNA auskennt, kann mehr als Gene veraendern:
Forscher um Guenter von Kiedrowski vom Lehrstuhl fuer Bioorganische Chemie
der Ruhr-Universitaet Bochum
nutzen diese Doppelschraubenmolekuele zum
Beispiel, um daraus mikroskopisch kleine, geometrische Objekte aufzubauen.
Zylinder, Quadrate und Tetraeder, die durch DNA zusammengehalten werden -
vielleicht, so die Hoffnung der Forscher, einmal Bausteine fuer winzige
Maschinen, die sich sogar selbst vervielfaeltigen koennen.
bullet4.gif (884 Byte) 29.10.1999 Kunstherz ohne Kabel (Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Zwei amerikanische Chirurgen pflanzten einem Patienten im Herzzentrum
Bad Oeynhausen erstmals ein vollstaendiges Kunstherz ein. Das Geraet heisst
'Lion Heart' - Loewenherz - und braucht keine Stromversorgung von ausserhalb
des Koerpers. Der Patient hat den Eingriff gut ueberstanden.
bullet4.gif (884 Byte) 28.10.1999 Guter Durchlass in engen Roehren (Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Eine gute Neuigkeit fuer alle Menschen, die sich spaeter einmal einer Bypass-Operation 
unterziehen muessen: Amerikanische Wissenschaftler haben einen kuenstlichen Aderersatz 
aus natuerlichen Materialien geschaffen, der sich zumindest in Tierversuchen sehr gut bewaehrt 
hat. Das besondere an den neuen kuenstlichen Gefaessen ist, dass sie fuer koerpereigene Zellen 
wie ein Geruest wirken, und bereits nach drei Monaten von natuerlichen Gefaessen bezueglich 
Struktur und Reaktionen auf gefaessverengende Mittel kaum noch zu unterscheiden sind. 
Und die bei synthetischen Gefaessen drohende Gefahr der Verstopfung besteht auch nicht mehr.
bullet4.gif (884 Byte) 22.10.1999 Ein kuenstliches Vermaechtnis (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Aus verschiedenen Gruenden kann es wuenschenswert sein, neue Gene in
einen Organismus zu bringen. Diese koennen dann entweder in normale
Koerperzellen geschleust werden oder aber in die Keimzellen. Erfolgt der
Eingriff an den Keimzellen, dann werden die Eigenschaften auch an die
Nachkommen weitergegeben. Zum ersten Mal wurde jetzt nicht nur eine
Gensequenz, sondern ein ganzes, kuenstlich erzeugtes Chromosom in einem
Saeugetier erfolgreich in Maeuse verpflanzt und von denen auf die natuerlichste
Art und Weise weitervererbt.
bullet4.gif (884 Byte) 01.10.1999 Gute Sicht durch Mikro-Endoskope (Medizin, Technik) Spektrum der Wissenschaft
Die Mikrotherapie kann immer praeziser einzelne, bisher 'unsichtbare'
Feinstrukturen des menschlichen Koerpers sichtbar und damit operierbar
machen. Feinste Sonden und Instrumente zwischen 0,1 und einem
Millimeter ermoeglichen bisher undenkbare Operationen, Medikamente koennen
millimetergenau gespritzt werden, z.B. direkt neben Nervenfasern oder
dem Rueckenmark. Am Ort der Erkrankung wird hochpraezise operiert oder es
werden hochwirksame Dosierungen injiziert, der Rest des Organismus
bleibt verschont. Dazu ist allerdings eine Voraussetzung zu erfuellen:
Der Arzt muss mit modernen computer-gestuetzten Verfahren 'sehen', wo
er gerade operiert. Bei ihm liegt es auch, das am besten geeignete
bildgebende Verfahren auszusuchen.
bullet4.gif (884 Byte) 14.09.1999 Nanotechnik erobert molekulare Medizin (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Winzige Silikonkapseln sollen frisch transplantierte Zellen vor dem
Abwehrsystem des Koerpers schuetzen. Das zumindest hoffen die Entwickler
der Stecknadel-grossen molekularen "Behaeltnisse" an der amerikanischen
Ohio State University.
Von der Bio-Nano-Technologie duerften vor allem Menschen mit Diabetes
profitieren.
bullet4.gif (884 Byte) 09.09.1999 Klein, aber oho! (Chemie, Technik) Spektrum der Wissenschaft
Es sind molekulare Motoren, die Bakterien und Protozoen in die Lage
versetzen, sich in ihren Lebensumgebungen zu bewegen. Beim Menschen
sind sie fuer Ablaeufe unverzichtbar, die von der Muskelkontraktion und
dem intrazellulaerem Transport bis zur Spermienfortbewegung reichen.
Jetzt wurde ein Prototyp eines solchen molekularen, chemisch angetriebenen Motors entworfen und konstruiert, um an ihm das
Verstaendnis der natuerlichen Ablaeufe zu ueberpruefen. 
bullet4.gif (884 Byte) 07.09.1999 Die Quelle des schaedlichen Sauerstoffs (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Amerikanische Wissenschaftler haben eine neue Familie von Enzymen
entdeckt, die beim abnormalen Zellwachstum eine grosse Rolle zu spielen
scheinen. Unkontrollierte Zellwucherungen treten sowohl bei Krebs als
auch einigen Formen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Die nun
identifizierten Enzyme scheinen Sauerstoff in sogenannten 'reaktiven
Sauerstoff' umzuwandeln, welcher schon lange im Verdacht steht, Schaeden
am Erbgut zu verursachen und im Zusammenhang mit Alterungsprozessen zu
stehen. Im Tierversuch konnten durch das Einbringen der Enzym-DNA in
Maeusezellen krebserregende Zellen produziert werden.
bullet4.gif (884 Byte) 01.09.1999 Die Wege der Gedanken (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Dem menschlichen Gehirn bei der Arbeit zuschauen - moderne bildgebende 
Verfahren machen seit einigen Jahren moeglich, was frueher undenkbar erschien. 
Zuerst zeigten uns Tomographen, welche Hirnzentren bei bestimmten Aufgaben 
aktiv sind, und jetzt koennen Wissenschaftler auch messen, wo die verbindenden 
Nervenfasern zwischen diesen Regionen verlaufen. Mit einer besonders 
raffinierten Form der Magnetresonanztomographie verfolgen sie die zufaelligen
Bewegungen des Wassers im Gehirn und ermitteln so die Lage der Nervenbahnen. 
bullet4.gif (884 Byte) 06.08.1999 Ein Molekuel, mit dem Stammzellen jung bleiben (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Forscher haben ein Molekuel entwickelt, das den Stammzellen des
Blutes - den urspruenglichsten undifferenzierten Zellen, die sich
im Knochenmark bilden - ermoeglicht, sich unter Vermeidung des
Reifungsprozesses in einem Reagenzglas zu vermehren. Bisher
hatte diese Reifung eine genaue Untersuchung der Eigenschaften
dieser Zellen verhindert. Damit koennen vielleicht auch neue
Erkenntnisse ueber den therapeutischen Nutzen dieses Zelltyps
gewonnen werden.
bullet4.gif (884 Byte) 05.08.1999 Eine lernfaehige kuenstliche Hand (Medizin, Technik) Spektrum der Wissenschaft
Japanische Wissenschaftler haben einen Chip entwickelt, der in
Zukunft Patienten mit Handprothesen das Leben wesentlich erleichtern
koennte. Dieser Chip kann sich den Beduerfnissen des jeweiligen
Patienten flexibel anpassen. Durch einen genetischen Algorithmus
ist der Chip in der Lage zu lernen, und so die Faehigkeiten einer
kuenstlichen Hand staendig weiterzuentwickeln.
bullet4.gif (884 Byte) 02.07.1999 Kristalline Gene (Biologie, Chemie) Spektrum der Wissenschaft
Wenn Gefahr droht, dann reagieren Tiere mit Flucht,
Kampf oder 'Einfrieren' - dem sogenannten Totstellreflex.
Bakterien geben letzterem eine voellig neue Bedeutung.
Sie haben ein Protein, das bei Nahrungsmangel oder in
Gegenwart von schaedigenden Chemikalien dazu fuehrt,
dass ihre Gene auskristallisieren. Dieser Prozess
koennte zur Konservierung von genetischem Material
oder Enzymen von Nutzen sein.
bullet4.gif (884 Byte) 01.07.1999 Selbstheilende Halbleiter (Physik, Technik) Spektrum der Wissenschaft
Die Faehigkeit, kleine Wunden ohne Hilfe von aussen selbst zu heilen, 
gehoert zu den bemerkenswerten Besonderheiten lebender Organismen. Aber
auch einfachere Systeme sind manchmal in der Lage, Defekte wieder zu
reparieren. So wandern bei einem bestimmten Halbleiter Atome im
Kristallgitter umher und beheben die Schaeden. 
bullet4.gif (884 Byte) 03.06.1999 Das Immunsystem wird ausgetrickst (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Selbst wenn ein fremdes Organ dem Organismus, in den es
verpflanzt wird, sehr aehnlich ist, treten meist Schwierigkeiten
auf. So ist es keine leichte Aufgabe, das menschliche
Immunsystem davon zu ueberzeugen, Organtransplantate zu
ignorieren oder gar zu akzeptieren. Der Koerper kann erstaunlich
aggressiv gegen fremdes Gewebe vorgehen, was auch in Anbetracht
der wenigen fuer eine Transplantation verfuegbaren Organe sehr
problematisch ist. Es wird daher laufend nach neuen und
effektiven Moeglichkeiten gesucht, diese Immunabwehr zu
unterdruecken. Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler einen
in dieser Weise wirkenden Antikoerper gefunden, der nicht nur
bisher keine Nebenwirkungen hervorrief, sondern auch nur in
laengeren Abstaenden oder nach einer Anfangsphase garnicht mehr
verabreicht werden muss - zumindest bei Affen.
bullet4.gif (884 Byte) 02.06.1999 Verlorener Kontakt im Rueckenmark - nicht fuer immer (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Werden bei Ratten periphere Nerven durchtrennt, wachsen sie von selbst 
wieder zusammen - aber im Rueckenmark geschieht das nicht. Bislang nahmen 
Wissenschaftler an, der Unterschied wird durch die verschiedenen 
Umgebungen verursacht. Doch neuen Experimenten zufolge werden bei einer 
Verletzung im Rueckenmark nur nicht die Signale zur Regeneration ausgeloest, 
ansonsten ist sie ebenfalls heilbar. 
bullet4.gif (884 Byte) 28.05.1999 Das Geheimnis des schnellen Alterns (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Eine Studie amerikanischer Forscher, die sich mit der sehr
seltenen Krankheit des beschleunigten Alterns befasst, koennte
dazu beitragen, auch den Vorgang des normalen Alterns besser zu
verstehen. Nach ihren Erkenntnissen wird die rasante
Zellalterung vor allem durch den Mangel an antioxidierenden
Enzymen hervorgerufen. So koennen freie Radikale ungehindert den
Zellen schaden.
bullet4.gif (884 Byte) 25.05.1999 Ein kuenstlicher Muskel aus Nanoroehrchen (Chemie, Physik, Technik) Spektrum der Wissenschaft
Das Zauberwort der Technikbegeisterten heisst zur Zeit 'Nanotechnologie'. 
Und einer der Favoriten aus dem Miniaturbaukasten sind die Nanoroehren. 
Mit diesen winzigen Kohlenstoffstaebchen liesse sich im Prinzip eine Menge 
anfangen, da sie ueber einzigartige elektrische und mechanische Eigenschaften 
verfuegen. Die neueste Ueberraschung der Roehrchen ist ihre unterschiedliche 
Kontraktion beim Anlegen einer geringen Spannung. Ein mit Nanoroehrchen 
bekleideter Polymerfilm kruemmt sich durch solche kuenstlichen 'Muskeln'
wie ein Arm. 
bullet4.gif (884 Byte) 20.05.1999 Prothesen parieren Phantomschmerzen (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Ausgekluegelte kuenstliche Gliedmassen koennten fuer Menschen, denen ein Arm oder
Bein fehlt, mehr tun, als nur einige ihrer Faehigkeiten wiederherstellen. Die
Verwendung sogenannter 'myo-elektrischer Prothesen', die elektrische Signale
vom Stumpf aufnehmen, um etwa eine fehlende Hand zu steuern, kann das
Auftreten von 'Phantomschmerzen' verhindern - das Gefuehl, dass das fehlende
Gliedmass schmerzt, auch wenn es nicht mehr vorhanden ist.
bullet4.gif (884 Byte) 08.04.1999 Die Wacht am Hirn (Biologie, Medizin) Spektrum der Wissenschaft
Uebergaenge sind haeufig sensible und gut kontrollierte Gebiete. So auch zwischen 
Blut und Gehirn. Diese Grenze wird von der
Blut-Hirn-Schranke bewacht: Sie verwehrt grossen 
Proteinen und elektrisch geladenen Molekuelen den Zugang 
zum zentralen Nervensystem - schon lange ein Problem fuer 
die Medizin. Denn zu den Teilchen, die keinen Passagierschein 
bekommen, gehoeren auch viele gerade dort benoetigte Medikamente. 
Jetzt haben Wissenschaftler Hinweise auf die Funktionsweise einer 
'Hintertuer' ins Gehirn gefunden - vielleicht mit positiven Folgen 
fuer die Behandlung von Krebs, AIDS und anderen Krankheiten, die das 
Gehirn betreffen. 
bullet4.gif (884 Byte) 29.03.1999 "Ewiges Leben" von Bettina Bandel Spiegel
Eine Quallenart hat den Tod überwunden. Es altert, stirbt aber nicht, denn seine Zellen werden wieder jung und beginnen dann ein neues Leben. 
bullet4.gif (884 Byte) 04.03.1999 "Chromosomen-Enden beeinflussen Gesundheit und Lebenserwartung" von Wawrzinek, DePinho, Rudolph Bild der Wissenschaft
Telomere, Altern und Krebs 
bullet4.gif (884 Byte) 07.01.1999 "Gesunde Unsterblichkeit" Spektrum der Wissenschaft
Das Enzym Telomerase kann Zellen unsterblich machen......! 
bullet4.gif (884 Byte) 27.09.1996 "Neue Flüssigkeit konserviert Spenderorgane" Bild der Wissenschaft
Südafrikanische Forscher haben eine neue Flüssigkeit zur Konservierung von Spenderorganen entwickelt.....!

Ó Sven Haferkamp 27.04.2000  webmaster@extropie.de       [Home]  [Menü]